Drei Generationen, ein Ufer
Josef Brunner kaufte 1962 die alte Fischerhütte am Seeufer und machte daraus eine Wirtschaft mit acht Tischen. Geblieben sind die Lage, der Föhn im Frühling und die Angewohnheit, den Fisch beim Fischer zu bestellen und nicht beim Grossisten.
Heute führt Anna Brunner das Haus. Die Küche ist regional, aber nicht museal: klassische Seeküche, konsequent saisonal, mit einer Karte, die alle sechs Wochen wechselt. Zwei Fischer aus Walenstadt und Mols liefern am Morgen, was in der Nacht ins Netz gegangen ist; steht nichts auf der Karte, gibt es an diesem Tag eben keinen Felchen.
«Wir kochen, was in Sichtweite wächst. Das schränkt ein — und genau das macht es gut.» Anna Brunner, Gastgeberin in dritter Generation
Der Gastraum hat noch die Täferdecke von 1962, die Terrasse wurde 2019 neu gebaut, mit Blick auf die Churfirsten und Heizstrahlern, die den Herbst um sechs Wochen verlängern. Die Alte Stube dahinter fasst vierundzwanzig Personen und lässt sich schliessen, wenn eine Gesellschaft unter sich sein möchte. Für Hochzeitsapéros geben wir die Terrasse ganz aus der Hand.